Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft (AG) ist in Art. 261 ff PGR geregelt.

Die Rechtsvorschriften der Aktiengesellschaft wurden aufgrund des Beitrittes des Fürstentums Liechtenstein zum EWR dem geltenden EU Recht angepasst.

Die Aktiengesellschaft kann für jede kommerzielle Tätigkeit verwendet werden, insbesondere für internationale Handels- und Immobiliengeschäfte, für Immaterialgüterrechte oder zur Holdingfunktion.

Die Aktiengesellschaft ist eine juristische Person und wird im Firmenbuch eingetragen.

Das statutarische Mindestkapital beträgt CHF 50.000,-- und ist bei der Gründung voll einzuzahlen.

Oberstes Organ der Aktiengesellschaft ist die Generalversammlung der Aktionäre. Die Aktionäre haben Anspruch auf den Gewinn und den allfälligen Liquidationserlös der Aktiengesellschaft.

In Liechtenstein ist sowohl die Ausstellung von Namensaktien als auch von Inhaberaktien zulässig. Seit 2014 sind jedoch Inhaberaktien bei einer im Land zugelassenen Verwahrstelle zu hinterlegen.

Die Geschäfte der Aktiengesellschaft werden vom Verwaltungsrat geführt, der aus einem oder mehreren Mitgliedern bestehen und die Gesellschaft nach aussen einzeln oder kollektiv vertreten kann.

Die Liquidation der Aktiengesellschaft wird aufgrund eines Beschlusses der Generalversammlung eingeleitet, die Löschung im Firmenbuch erfolgt frühestens nach Ablauf der gesetzlichen Sperrfrist von 6 Monaten.

Die Aktiengesellschaft ist buchführungs- und revisionsstellenpflichtig. Die von der Revisionsstelle geprüfte Bilanz mit Anhang ist binnen 15 Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres beim Öffentlichkeitsregister einzureichen und ist für Dritte einsehbar.

Die Europäische Aktiengesellschaft (S.E., Societas Europaea) ist ebenfalls zulässig.