Anstalt

Die Anstalt ist in Art. 534 ff PGR geregelt.

Bei der Anstalt handelt es sich um eine spezielle liechtensteinische Rechtsform, die sowohl für kommerzielle Zwecke (z.B. Abwicklung von Handelsgeschäften aller Art) als auch für nicht-kommerzielle Zwecke (z.B. Anlage und Verwaltung von Vermögen, Halten von Beteiligungen und Immobilien) verwendet wird.

Die Anstalt ist eine juristische Person und wird im Öffentlichkeitsregister eingetragen.

Das statutarische Mindestkapital der Anstalt beträgt CHF 30.000,-- und ist bei der Gründung bar einzuzahlen. Eine Zerlegung in Anteile ist möglich.

Oberstes Organ ist im Regelfall der Gründer bzw. dessen Rechtsnachfolger, der Inhaber der Gründerrechte, dem eine eigentümerähnliche Stellung zukommt. Die Gründerrechte können veräussert, vererbt oder sonst übertragen werden und sind üblicherweise in einer sogenannten „Zessionserklärung“ verbrieft. Bei in Anteilen zerlegten Kapital können alternativ, bei entsprechender Regelung in den Statuten, Anteilsscheine ausgegeben werden.

Die Geschäfte der Anstalt werden vom Verwaltungsrat geführt, der aus einem oder mehreren Mitgliedern bestehen und die Anstalt nach aussen einzeln oder kollektiv vertreten kann.

Der Gründer bzw. dessen Rechtsnachfolger kann, ähnlich wie bei einer Stiftung Begünstigte bestellen. Sind keine gesonderten Begünstigten bestellt, gilt der Gründer bzw. dessen Rechtsnachfolger als alleinig begünstigt.

Die Liquidation der Anstalt wird aufgrund eines Beschlusses des Gründers bzw. des Inhabers der Gründerrechte eingeleitet, die Löschung im Firmenbuch erfolgt frühestens nach Ablauf der gesetzlichen Sperrfrist von 6 Monaten.

Die kommerziell tätige Anstalt ist buchführungs- und revisionsstellenpflichtig.